Erfolg
Selbstbestimmung

Erfolgreich oder (er)folgsam? Gedanken zum Erfolg

Was ist Erfolg? Die Antwort ist vermeintlich einfach. Gemeinhin assoziieren wir Erfolg mit sozialem Status und materiellem Wohlstand. Erfolgreich ist demnach, wer eine gute Ausbildung und ein prall gefülltes Bankkonto hat, einem prestigeträchtigen Job nachgeht, über 40 Stunden pro Woche arbeitet – deutlich mehr ist natürlich besser –, ein teures Auto fährt, schicke Kleider trägt und die Hälfte eines Doppelhäuschens sein Eigen nennen darf. Erfolgreich ist, wer sich für vier Wochen Ferien pro Jahr tagein, tagaus abrackert. Möglicherweise in einem Job, den er oder sie innerlich bereits seit Jahren gekündigt hat.

Erfolg ist etwas höchst Individuelles

Ist ein erfolgreicher Mensch also jemand, der dem scheinbar vorgegebenen Pfad möglichst brav folgt? Jemand, der sein Leben danach ausrichtet, die Erwartungen anderer zu erfüllen? Hand aufs Herz: Definierst du so einen erfolgreichen Menschen?

Ich definiere Erfolg anders. Erfolg hat meiner Meinung nach nichts mit sozialem Status und materiellem Wohlstand zu tun, Erfolg lässt sich weder am Kontostand, an (euphemistischen) Jobtiteln noch an anderen Äusserlichkeiten ablesen.

Im Gegenteil: Erfolg ist nicht messbar, Erfolg ist etwas höchst Individuelles. Erfolgreich ist in meinen Augen, wer sich selbst und seine Wünsche genau kennt, sich eigene Ziele setzt und diese unbeirrt verfolgt. Jemand, der sich selbst treu ist. Kurzum: Jemand, der nach seinen Erwartungen lebt und nicht nach den Erwartungen anderer.

Sich selbst treu bleiben – ein schwieriges Unterfangen

Denn seien wir ehrlich: Das ist ganz schön schwierig. Unser Umfeld, die Gesellschaft, Medien, Werbung und Konsorten flüstern uns tagtäglich ein, wie wir zu leben haben. Sie raunen uns zu: «Rackere dich ab, je mehr Stress du hast, desto besser. Mach Karriere, greif nach dem Chefsessel. Du bist unzufrieden? Dann kauf dich glücklich. Du weisst doch, nur die Designertasche, der XXL-Tumbler, der Ohrensessel und das Mountainbike trennen dich noch von der puren Glückseligkeit.»

Liebe Leute, öffnen wir die Augen: Wir werden gezielt indoktriniert. Und zwar tagein, tagaus. Zu unterscheiden, was unsere Wünsche und Ziele sind und was uns von aussen aufgedrängt wird, ist äusserst schwierig. Deshalb ziehe ich den Hut vor denjenigen Menschen, die das schaffen. Den Erfolgreichen. Nicht den (Er)folgsamen.

Liebe Leserin, lieber Leser: Wie definierst du Erfolg? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar.

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